Die DIN V 18599 rechnet den Energiebedarf des Gebäudes selbst, nicht Ihr Abrechnungsverhalten. Sie erfasst Heizung, Warmwasser, Lüftung, Kühlung und Beleuchtung samt Hilfsenergie, dazu die Hülle aus Wänden, Dach, Fenstern und Boden. Gerechnet wird mit einem festen Standardklima und festen Nutzungsprofilen, deshalb sind Ausweise verschiedener Gebäude vergleichbar. Das Ergebnis sind Endenergie und Primärenergie, getrennt nach Wärme und Strom, mit den Faktoren aus dem Gesetz (heute zum Beispiel Strom 1,8, Erdgas 1,1, Holz 0,2).
Was nicht zählt, ist die Prozessenergie. Wer in Franken eine Brauerei oder in Niederbayern einen Lebensmittelbetrieb führt, hat Sudhaus, Kühlstrecken und Abfüllung im Haus. Der Ausweis bewertet das Gebäude darum herum: Hülle, Heizung, Lüftung, Raumbeleuchtung. Was davon im Einzelfall hineingehört, klären wir in der kostenlosen Vorprüfung, bevor Sie bestellen.
Warum der Bedarfsausweis ehrlicher ist: Ein Verbrauchswert hängt davon ab, ob die Ferienwohnung im Haus im Winter leer stand oder die Halle zwei Jahre nur halb genutzt wurde. Der Bedarfswert hängt davon ab, wie das Gebäude gebaut ist. Das macht ihn auch zur Grundlage für Modernisierungsempfehlungen, die wir mitliefern: Welche Maßnahme senkt den Bedarf wirklich, die Dämmung des Daches oder der Austausch des Kessels?
Mehr zur Norm im Ratgeber: DIN 18599 erklärt.