Oberfranken ist die Region der gewachsenen Betriebe: Brauereien, Porzellan, Textil, Zulieferer, Versicherer, Kliniken und Handwerk, verteilt auf vier kreisfreie Städte und neun Landkreise. Wer hier ein Gewerbeobjekt verkauft, vermietet, verpachtet oder verleast, braucht einen gültigen Energieausweis nach dem Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG, bis Juli 2026 Gebäudeenergiegesetz), geregelt in § 80 GModG. Sie schicken uns, was Sie haben: Grundrisse, Rechnungen, Fotos. Wir erledigen den Rest. In der [kostenlosen Vorprüfung](/kostenlose-vorpruefung/) sagen wir Ihnen vorab, wo Ihr Gebäude beim Energiebedarf voraussichtlich liegt und was noch fehlt.
Oberfranken ist kein Ballungsraum, sondern ein Netz aus mittelgroßen Städten und starkem Mittelstand. Die kreisfreien Städte Bamberg, Bayreuth, Coburg und Hof setzen die Pole, Bayreuth ist Sitz der Regierung von Oberfranken. Industriell prägen den Bezirk alte Handwerks- und Fabriktraditionen: Porzellan im Raum Selb und Arzberg, Textil rund um Hof und Münchberg, Korbwaren in Lichtenfels, Spielwaren bei Coburg. Dazu kommt die Brauwirtschaft, die in Bamberg, Kulmbach und vielen Dörfern der Fränkischen Schweiz Gebäude mit ganz eigenem Zuschnitt hinterlässt: Brauhäuser, Mälzereien, Lagerkeller und Gasthöfe.
Jede der großen Städte hat ihr eigenes Profil. In Bamberg stehen Industrie, Hafen am Main-Donau-Kanal, Handel und Tourismus in der Welterbe-Altstadt nebeneinander. Bayreuth lebt von Universität, Klinikum, Mittelstand und den Festspielen. Coburg ist Sitz großer Arbeitgeber wie Brose und HUK-Coburg, dazu kommt die Hochschule. Kulmbach verbindet Brauereien mit Lebensmittelverarbeitung, hier hat auch das Max Rubner-Institut einen Standort. Hof liegt an der Grenze zu Sachsen, Thüringen und Tschechien und ist über die A9 und die A72 an die Nachbarregionen angebunden.
Der Unterschied zwischen Stadt und Land ist für Eigentümer entscheidend. In den Städten dominieren Büros, Praxen, Ladengeschäfte, Gastronomie und Hotels, oft in Häusern mit mehreren Nutzungen unter einem Dach. Auf dem Land und in den Gewerbegebieten entlang der A9, A70 und A73 stehen Produktionshallen, Lager, Autohäuser, Werkstätten und Landgasthöfe, häufig als Familienbesitz über Generationen. Hier sind Gebäude aus mehreren Jahrzehnten an einem Standort gewachsen, mit Anbauten, Hallenerweiterungen und Heizungen unterschiedlichen Alters.
Für den Energieausweis heißt das: Fast jedes Objekt braucht eine eigene Zonenbetrachtung, etwa Verkaufsraum, Lager, Büro und Werkstatt. Genau dafür ist der Bedarfsausweis nach DIN V 18599 gemacht. Und weil in Familienbetrieben Übergaben, Verkäufe und Neuverpachtungen anstehen, entsteht der Bedarf oft schneller, als man denkt: Der Ausweis muss spätestens bei der Besichtigung durch Kauf- oder Mietinteressenten vorliegen. Wer ihn erst dann bestellt, verliert Zeit. Besser ist, die Unterlagen früh zu sammeln und uns zu schicken: Die Lieferung dauert nach vollständigen Unterlagen nur 24 Stunden. Einen Überblick über die Pflichten finden Sie im Ratgeber zur Energieausweis-Pflicht bei Nichtwohngebäuden.